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Tipps zur Optimierung von Windows-Systemen für Audio

Einleitung:
Die heutigen Plugins werden nach
– RTAS (Avid ProTools)
– VST2, 3 oder 64 (Alle außer ProTools, und Reason {…jaja, ReWire und dere ganze Rotz})
– AAX (Avid ProTools)

Hast Du eine 64-Bit-DAW, sprich Cubase, Studio One 2/3, Reaper, BitWig, Reason, ProTools oder TechnoMaker 1.0 (für iPad 1) [Scherz]
ist es sinnfrei ALLE Plugins mitzuinstalieren. Die 64er-Eumel können auch mit den 32-Butburgern umgehen, nur andersrum eher nicht.

1.) Dual-Boot-System mit mind. Win 8.1 – Einstellungen nach Maßgaben von Steinberg:
http://www.steinberg.net/de/support/steinberg_support_daw.html

2.) Für Audio-Performance/Editing sollen die Prozessorprioritäten IMMER auf „Hintergrunddienste“ gestellt werden.

3.) Steinberg legt automatisch einen Stein(berg)zeit-Ordner unter „C:\%Program Files%\VST-PlugIns\“ an (mal ja, mal nein). Finger weg da! Das ist so!!!!
Diesen Ordner einfach mit in die Libraries und DAWs mit aufnehmen, aber immer drauf achten, dass die SSD (LW C:) nicht mit allen möglichen Monster-VSTs
vollgeknallt werden wie z.B. Massive, Sylenth, Omnisphere und wie sie alle heißen.

4.a) Meine VST(i)s lege ich neben meinen Projekten auf eine separate Partititon/Platte der Übersichtlichkeit halber hab. – Wer seit den 1990ern mit VSTs „arbeitet“, weiß warum…
Das kann ich nur empfehlen, alleine schon, weil Backups viel übersichtlicher recovert werden können und man alle Instrumente und Effekte nicht ewig suchen muss. Vor allem wenn IRGENDWAS mal wieder mal nicht funzt…

5.b) NI Kontakt, NI Battery, (Apple) Alchemy und die ganzen „Bomber“ fragen bei der Installation gerne mal „Wo soll denn die Library hin?!“ Das klingt nicht nur schon nach massenhalft Daten, das is auch auch so!

So sollte ein saubere Produktionsysystem aussehen:
______________________________________________________
C:\ Nach 1. installiertes Windows (mind. Windows 8.1.1), DAW auf SSD (bestenfalls kein Internetzugang) ALLES andere WEG!!!
D:\VST32
D:\VST64
D:\Libraries\a|b|c|d…

– Auf allen Laufwerken Versionierung einschalten und ein zuverlässiges/getestetes Backup-System für alle Laufwerke einrichten (externe HDD, Stick, …)

– Zur Archivierung von fertigen Projekten externe Festplatte und KEINE sog. Long-Live DVDs nehmen! Die exernen Platte halten bei genünftiger Lagerung mind. doppelt so lange, sind wiederbeschreibbar, teilweise abschließbar, verschlüsselbar aber und sollten trotzdem alle 5 – 7 Jahre mal getauscht werden (Festplatten müssen laufen, also auch ruhig öfter mal anklemmen und Privat-Fotos / -Videos mit drauf bappen.)

– Echte Profis sollten sich überlegen, ob ein Cloud-Backup „DE/EU-Recht“ z.B. bei der Telekom nicht in Frage kommt! Ernsthaft!

6.) Ich kann nur vorschlagen zwei flotte SSDs für Live-Acts zu verwedene (SYS + Audio-Files); Für Produktion im Studio reicht ne leise, große HDD völlig aus.

7.) zweites Windows für Live-Liverformances nach 1. und Native Instruments:
Traktor Basics: http://www.native-instruments.com/de/support/knowledge-base/show/314/windows-vista-optimierungs-tipps-fur-die-audioverarbeitung/
Traktor + TS: http://www.native-instruments.com/de/support/knowledge-base/show/800/ni-audio-interface-troubleshooting-guide-windows/
Traktor + ext. Audio: http://www.native-instruments.com/de/support/knowledge-base/show/1120/traktor-dj-mit-einem-externen-audio-interface-verwenden/
Kontakt: http://www.native-instruments.com/de/support/knowledge-base/show/2456/konfiguration-der-audio-einstellungen-in-kontakt/

8.) Eine _vernünftige_ Off-Board-Soundkarte sollte es für einen PC schon sein! Für den Anfang (ca. bis6, 8 und wenig Automattion) reicht sicher die eingebaute Realtech-Schande aufm Mainboard,
wer aber „vernünftige“ Pre-Master zu seinem Mastering-Engineer zur Veredelung geben möchte, ohne dass der im roten dreht, der sollte doch bitteschön mind. eine ordentliche WAV-Datei mit 24-32Bit und 44,1-48KHz unter ~-6db abliefern. KEINE PEAKS!!! Live-Aufnahmen machen dann doch schon mal mit 96KHz und 32-Bit Sinn. Das sind aber eher die heißen Eisen… 😉
Manche Meisterer freuen sich auch (erstnhaft) über Rohmeterial mit unter -10db!
Bendekt, dass eine CD Pressung 16-Bit und 44.1KHz hat, über Vinyl brauchen wir nicht reden, wenn mehr als als ein Track pro Seite geschnitzt wird. Richtig Interessant wirds aber erst mit FLAC oder mind. MP3 mit 320KBit im Durchschnitt. Erzählt mir was Ihr wollt, jeder Ton wird Euch das bestätigen!

9.) Ich hätte Linux hier gerne mind. noch als DJ-OS erwähnt, jedoch… ein Trauerspiel. Die Latentenzen und Treiberprobleme waren mir einfach zu blöde.
Wer Lust hat, kann sich mal LMMS (https://lmms.io/) ansehen, Bestandteil von Ubuntu Studio (http://ubuntustudio.org/). Dabei handelt es sich IIRC um ein FL Studio im Reverse Engeneering mit VST-Support über JACK. LMMS (war zumindest damalas eine komplette Linux-Distribution, mittlerweile gibt’s LMMS auch Standalone für Win, Mac und Linux.
Kleine Übericht: http://linux-sound.org/distro.html

Btw. für wirklich Interessierte Musiker kann ich Euch nur einen meinen alten Liebling-Trance-Producern empfehlen, der allwöchentlich einen sehr unterhaltsamen und vor allem unabhängigen Video-Blog für Audio-Nerds veröffentlicht: http://www.musotalk.de/

WEIER SO NON-ERIC!!!!!! Es gibt nichts vergleichbares im deutschsprachigem Raum!!!! (schade, dass ich nicht in Berlin wohne….)