Superheldenserientipps: My Superhero Family, Misfits

Im Kino wird man ja mit Marvel/DC Helden seit den letzten Jahren zugeblasen ohne Ende. Viele davon sind (so finde ich) superklassegeil, einige wenige eher schlecht, jedoch trotzdem ziemlich unterhaltsam. Auch Serien gibt es einige, die mehr oder minder schlecht bis schmalzig produziert sind. Man denke da an Smallville und Co.

Eine etwas andere Richtung gehen da die Misfits und My Superhero Family (Originaltitel: No Ordinary Family). Die Ami-Produktion My Superhero Family ist eher eine brave Serie mit allseits bekannten Superkräften wie Gedankenlesen, Superstärke oder Supergeschwindigkeit, wohingegen die UK-Produktion Misfits mehr auf schwarzen Humor mit ziemlich bekloppten Superkräften abzielt, wie das gedankliche Bewegen von Laktose oder Teleportation in den unpassendsten Momenten.

Was beide Serien verbindet, ist, wie die Protagonisten zu ihren Kräften kommen. Bei My Superhero Family stürzt eine Normalo-Familie mit einem Flugzeug in Brasilien ab und landet in einem Teich/See/Fluss an dem eine besondere Pflanze ansässig ist, der besondere Kräfte nachgesagt werden. Bei den Misfits ist es ein Gewitter, welches eine Gruppe von fünf Jugendlichen Kleinkriminellen mit übermenschlichen Fähigkeiten „beglückt“.

My Superhero Family:

My Superhero Family / No Ordinary Family

My Superhero Family / No Ordinary Family

Die Amis halten sich hier eher an brav an die Vorbilder von Marvel/DC. Die vierköpfige Familie (Papa aus Fantastic Four [Das Ding] bekannt, Mama aus Dexter [Rita] und John Rambo) hat Kräfte wie Superkraft/Kugelsicherheit/Supersprungkraft (Vater), Supergeschwindigkeit/Superheilkraft (Mama), Superintelligenz (Sohn), Gedankenlesen/-beeinflussung (Tochter).

Auch hier gibt es Superschurken, die sich z.B. in Rauch auflösen können oder mit Feuer aus den Händen wehren können, usw. Den Amis ist hier nicht so wirklich viel eingefallen, jedoch ist die Aufmachung echt gut. Die Spannung kommt nicht zu kurz, doch an Humor fehlt es der Serie etwas. Ein nett anzusehende Bonbon ist die völlig nerdige Laborassistentin der Mutter, die immer mal wieder auf Marvel/DC-Helden zu sprechen kommt oder auf StarWars anspielt. Cool!

Ich hätte gerne etwas mehr davon gesehen, da vor allem am Ende der ersten Staffel einiges an Action für eine zweite Staffel zu erwarten gewesen wäre. Schade, dass ABC die Serie eingestellt hat. Tja, Pech…

Misfits:

Misfits

Misfits

Die Misfits sind fünf junge Engländer, die aufgrund Ihrer kleinen Straftaten im Community Center gemeinnützige Arbeit zu verrichten haben. Eine(r) ist assiger als der/die andere, was den gewissen Flair der Serie ausmacht. So haben sie ziemlich behämmerte Kräfte, die teilweise bis zum Ende der zweiten Staffel kaum einer richtig einzusetzen weiß. Nathan ist unsterblich und bemerkt das erst, als er im bereits im Sarg unter der Erde mit seinem iPod liegt. Schon scheiße, wenn man nicht stark genug ist um sich zu freizubuddeln. Kelly, die Superassibraut, kann Gedanken lesen; Simon der Außenseiternerd kann sich unsichtbar machen, was eh keinem wirklich auffällt, da er ja der Außenseiter ist. Curtis kann in der Zeit zurückspringen, kann dies aber nicht wirklich kontrollieren; und dann ist da noch Alisha, eine sexy Bihatsch, die, wenn sie von Männern berührt wird, ihr deren Kopulationswünsche lautstark und auf perverseste Weise mitteilen.

Die glorreichen Fünf bringen ständig ihre Bewährungshelfer um die Ecke, hauen sich schon mal die Hucke voll, poppen durch die Gegend und labern die hirnloseste Scheiße. Die Mucke ist, wie man das von einer englischen Serie auch zu erwarten hat ziemlich cool. Dubstep, House, Elektro und Drum ’n‘ Bass sind zu hören, sowie auch atmosphärischer Brit-Rock.

Die Serie hat leider nur wenige Folgen pro Staffel (sechs bis acht), dafür aber ist die Qualität zum Ami-Pendant erheblich besser. Zwar sind die Spezialeffekte der Briten nicht so herausragend, aber das stört eher gar nicht. Hier zählt der Witz und die Charaktere.

Wenn Ihr in die Verlegenheit kommt Euch diese Serien reinzuziehen, tut es!