20 Gründe gegen die Nutzung von Facebook

FacebookJaja, ich weiß, ich bin ein Facebook-Hasser, ich bin nicht auf dem Laufenden, habe keine Freunde und kein Leben, verpasse alle tollen, neuen Trends und werde nicht mehr zu irgendwelchen Veranstaltungen eingeladen… blablabla…

Internettechnisch gesehen ist man eigentlich tot, wenn man heutzutage keinen Facebook-Account hat. Mir ist das aber egal. Es mag vielleicht etwas verschroben wirken, aber ich vertraue eher Google als diesem Mark Zuckerberg mit seinem Kinofilm da und seiner angeblichen ich-will-gar-kein-Geld-verdienen-mit-Facebook-Metalität, welche ich für völligen Blödsinn halte, da NUR Leute, die eh schon zu viel Kohle haben, solch blöde Sprüche raushauen können. Das ist doch alles Mist!

Facebook lebt von Euren Daten und verkauft sie. Das sollte auch mittlerweile den dümmsten unter uns klar sein. Den meisten ist das bloß völlig egal, da sie nicht wissen, welche Auswirkungen ein solch fahrlässiger Umgang mit privaten Daten hat. Deshalb habe ich hier auch einen „Datenschutz-Like-Button“ eingebaut. So! Basta! (Man will ja dann doch nicht auf die Besucher von FB verzichten ;-))

Google mag zwar nicht unbedingt viel besser sein (gerade sind die neuen Datenschutzbestimmungen in der Kritik), aber zumindest sind lange, lange nicht sooo viele Datenlecks und Sicherheitslücken von Google und G+ bekannt geworden wie bei Facebook. Vielleicht liegt meine Google-Sympathie auch nur an dem unschlagbar geilen Slogan „Don’t be evil„, den sich der Suchmaschinenverein von Anfang an auf die Fahnen geschrieben hat. I dunno?!

Im Netz habe ich 20 Argumente gegen Facebook gefunden. Fast allen stimme ich da zu:

1. Facebook ist hässlich
Facebook ist total hässlich. Die Seiten kommen langweilig daher und sind schlecht designt. Auf der Einstiegsseite eine gestauchte Weltkarte mit ein paar Büsten. Auf den Profilseiten ein visueller Einheitsbrei. Hey, das geht echt besser!

2. Facebook ist eine Uniform
Facebook ist eine Uniform. Deine Seite sieht aus wie 400 Millionen andere. Hast du das wirklich verdient? Bist du im richtigen Leben auch so? Stehst du auf Cheerleading und Bundeswehr? Solltest du nicht wenigstens eine Uniform anziehen, die dir passt und steht?

3. Facebook ist eine geschlossene Gesellschaft
Facebook ist eine geschlossene Gesellschaft. Wir haben das freie, offene Internet und Web und könnten davon profitieren. Und geschlossene Räume könnten wir verwenden, wenn wir echte Geheimnisse hätten. Gehst du freiwillig in ein Gefängnis?

4. Facebook veröffentlicht deine Daten
Facebook schaufelt deine Daten nach draussen, damit es im Web noch präsenter ist. Gib mal in eine Suchmaschine deinen Namen und „Facebook“ ein. Dann weißt du, ob deine Privatsphäreeinstellungen noch die richtigen sind. Die werden ja ständig von Facebook selbst verändert.

5. Facebook weiss alles über dich
Facebook weiss alles über dich. Egal, welche Privatsphäreeinstellungen du hast. Was du wem geschrieben, welche Fotos du für wen hochgeladen, welche Mädels und Jungs du angeklickt hast. Sie speichern das für die nächsten 150 Jahre, zumindest auf ihren Backup-Systemen, und haben dich in der Hand.

6. Facebook hat dein Vertrauen missbraucht
Facebook hat dein Vertrauen missbraucht und deine persönlichen Daten an Dritte weitergegeben. Wenn du auf eine Werbung geklickt hast, hat die Firma erfahren, wer du bist. Das hat sogar gegen die Richtlinien von Facebook verstossen. Ups, hat Facebook gesagt, als es herauskam, und Marc Zuckerberg ist vor lauter Aufregung ein Pickel geplatzt. Soll aber nicht wieder vorkommen.

7. Facebook lässt alles bewerten
Facebook lässt alles bewerten. Willst du wirklich, dass du ständig bewertet wirst? Und dass du andere ständig bewertest? Und interessiert dich wirklich immer, was andere über etwas denken? Was ist, wenn du bekanntgibst, dass du Krebs hast? Sagen dann deine Freunde: Gefällt mir? Und dann schnell: Gefällt mir nicht mehr?

8. Facebook ist imperialistisch
Facebook breitet sich wie ein Krebsgeschwür im ganzen Web aus. So wie Google. Man kann kaum noch auf Seiten gehen, auf denen nicht Google Daten von dir abzieht. Über Google Analytics oder Google AdNonsense. Die netten Blogger von nebenan integrieren das in ihre Websites, um ein paar lausige Cents zu verdienen. Deine Daten sind ihnen genauso egal wie Facebook. Genau, Facebook macht das nun auch. Du kommst auf eine Website und erfährst, ob deine Freunde diese oder ein Angebot darauf gut finden. Gefällt dir? Gefällt dir nicht mehr?

9. Facebook macht dich zum Objekt
Facebook macht dich zum Objekt deiner sogenannten Freunde. Sie bekommen alles mit, was du tust. Im virtuellen und im richtigen Leben. Du stehst unter ständiger Beobachtung. Möchtest du nicht ein paar Dinge für dich behalten? Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? So wie bei den Bilderbuchindianern? Ihr seid echt eine Gruppe von Waschweibern, oder? Noch schlimmer ist es, wenn du deine Kinder zum Objekt machst. Gehörst du zu denjenigen, die Fotos ihrer Kinder auf Facebook einstellen oder über sie berichten? Kennst du die verschiedenen Arten des Missbrauchs?

10. Facebook modelliert deine Wirklichkeit
Facebook modelliert deinen Umgang, deine Kommunikation mit Freunden, gibt die Werkzeuge vor, die Begriffe. Willst du nicht selbst bestimmen, wie du mit deinen Bekannten und Freunden usw. umgehst, wie du es nennst? Willst du sie wirklich anstupsen? Oder gruscheln wie bei studiVZ? Und du stupst die anderen dann auch im richtigen Leben? Und gruschelst sie?

11. Facebook verdreht unsere Sprache
Facebook hat den Begriff des Freundes entwertet. Es ist auch merkwürdig, dass es nur Freunde gibt und keine Feinde, keine Bekannte, keine Freundinnen, keine Kolleginnen, keine Kommilitonen. Wie wäre es, wenn du Facebook diesen Begriff wieder entreissen würdest? Weil wir die Sprache machen und nicht ein paar Nerds aus den USA?

12. Facebook verlangt von dir ständige Aufmerksamkeit
Facebook verlangt von dir ständige Aufmerksamkeit. Und wenn du nicht aktiv genug bist, wirst du bei deinen „Freunden“ verpetzt. Facebook sagt ihnen, dass man dir helfen muss. Manche Staaten haben ähnliche Foltermethoden. Du musst die ganze Zeit Xavier Naidoo hören. Bis du verrückt wirst. Wenn du es nicht schon bist.

13. Facebook ist eine Maschine
Facebook ist eine Maschine. Und tut so, als wäre es ein Mensch. Es schlägt dir neue Freunde vor. Wie krank ist das denn? Ist es denn nicht schon schlimm genug, dass uns Maschinen Bücher und CDs vorschlagen? Und jetzt auch noch Freunde? Weisst du eigentlich, was das heisst? Ist dir die monströse Idee dahinter klar? Sind wir einfach Figuren, die man hin und her schieben und auf einen Haufen werfen kann?

14. Facebook hält dich vom Vögeln ab
Facebook frisst deine Zeit. Was du alles tun könntest ohne Facebook! Du könntest spazierengehen, Bücher lesen, Dates haben. Dates, stell dir vor, echte Dates. Du könntest fummeln und vögeln. Wahnsinn, oder? Echte Haut spüren, kennst du das noch? Berührt werden, erinnerst du dich noch daran? Verdammt, willst du echt die ganze Zeit vor diesen Seiten abhängen?

15. Facebook ruiniert deinen Arbeitgeber
Facebook verbraucht die Zeit deines Arbeitsgebers. Vielleicht willst du das ja, weil man dich schlecht behandelt. Dann kannst du ihm jeden Tag eins auswischen. Die drei Stunden, in denen du auf Facebook bist, vernichten seine Produktivität. Eigentlich wärst du ja auch gerne reich und unabhängig. Und du hasst Arbeit. Und endlich kannst du es deiner Firma zeigen.

16. Facebook ist eine Umweltsau
Facebook verbraucht Strom. Netzbasierte Anwendungen sind nämlich echte Energiefresser. Gerade durch das Hoch- und Herunterladen von Bildern wird viel Strom verbraucht. Und durch die permanente Kommunikation. Vielleicht wird bald in deiner Nähe ein neues Atomkraftwerk gebaut. Um weiteren 100 Millionen auf Facebook eine Heimat geben zu können.

17. Facebook ist Unterschicht
Facebook ist Unterschicht. Hey, nichts gegen Unterschicht, echt nicht. Aber wenn ein gutes Hotel oder ein bekannter Schauspieler auf Facebook ist, ist das nicht gut für den Ruf. Wenn man auf sich hält, ist man einfach nicht auf studiVZ, Myspace und Facebook. In der Ober- und Mittelschicht gibt es schon diesen total grausamen Ausruf: „Ey Alda, isch mach disch Facebook!“

18. Facebook ruiniert deinen Ruf
Facebook ruiniert deinen Ruf. Obwohl du vielleicht gar keinen hast. Du glaubst immer, du bist zuhause, wenn du etwas tust. Und du tust alles, was du zuhause auch tun würdest. Du stupst andere an. Du ziehst dich aus. Du bohrst in der Nase. Und die ganze Welt schaut durch die Fenster und lacht sich tot.

19. Facebook macht dich kriminell
Facebook verführt dich dazu, Bilder und Videos hochzuladen, die du gar nicht hochladen darfst, verführt dich dazu, Urheberrechte zu verletzen und das Recht am eigenen Bild. Und dazu, Bilder zu verlinken, obwohl die Leute das vielleicht gar nicht wollen. Findest du wirklich, du solltest ständig über andere bestimmen? Und wie ist es umgekehrt?

20. Facebook macht Demos langweilig
Facebook ist ein Tummelplatz für Wahnsinnige, für Rechtsradikale und Religiöse. Okay, du kannst gegen das ganze Zeug auch protestieren und demonstrieren. Aber wie uncool ist es denn, das auf Facebook zu tun? Meinst du, Gerechtigkeit gibt es für ein paar Klicks? Dann geh wenigstens auf die Strasse und lass dich dabei filmen, wie man auf dich einprügelt. So, wie es die Iraner tun. Und dann hoffe, dass man die Bilder und Videos auf YouTube und Facebook stellt. Aber vielleicht finden wir in Europa noch andere Möglichkeiten?